Mariendistel – Der perfekte Schutz für die Leber

MariendistelMariendistel wird schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze genutzt. Sie wird zwar gerne für den Schutz der Leber benutzt, doch diese schöne Pflanze hat noch andere Talente und kann deshalb auch bei anderen Erkrankungen helfen.

 

Was ist die Mariendistel?

Diese schöne Pflanze gehört zu der Gattung der Distelgewächse. Natürlich kann man sie auch unter anderen Namen finden:

 

-Englisch: Milk Thistle

-Silberdistel

-Frauendistel

-Carduus Marianus

-Silybum Marianum

-Milchdistel

 

Ihren jetzigen Namen trägt sie erst ab dem Christentum, der Grund ist eine Sage. Die Mutter von Jesus soll beim Stillen des Babys einen Tropfen Muttermilch verloren haben. Dieser Tropfen landete genau auf der Mariendistel, dadurch soll sie die weißen Flecken bekommen haben, die die Blätter der Pflanze bis heute tragen. Heute wissen wir das sie zu den Korbblütlern gehört uns so mit den Sonnenblumen und Gänseblümchen verwandt ist. Die Heilpflanze ist leicht zu erkennen, sie wird bis zu 2 Metern hoch, hat eine konische Form und wird an der Spitze schmaler. Die Basis der Pflanze kann einen Durchmesser von über 150 cm haben. Die schönen Blätter sind hellgrün und mit weißen Flecken versehen. Diese schöne Pflanze kann je nach Region an unterschiedlichen Jahreszeiten wachsen.

 

Wo kommt die Mariendistel her?

Seinen Ursprung hat die Pflanze in den südlichen Teilen der Welt. Sie ist in Südrussland, Vorderasien und Nordafrika aufzufinden. Doch heute wird sie wegen ihrer heilenden Wirkung auch woanders kultiviert. Deshalb kann man sie in ganz Amerika und Australien finden. Die Pflanze mag es gerne mild und warm, der Boden muss nährstoffreich sein.

 

Die Mariendistel und ihre Wirkstoffe

Die Wirkstoffe, die in der Mariendistel zu finden sind, gehören zu den Flavonoiden. In den Samen finden wir den aktiven Komplex den Silybum marianum, das ist ein lipophiler Extrakt. Die wichtigsten und wirksamsten Bestandteile der Samen der Heilpflanze sind folgende 3:

 

-Silychristin

-Silydianin

-Silbin A & B

 

Alle 3 Bestandteile werden als Silymarin zusammengefasst. Nimmt man die getrockneten Samen so finden sich dort etwa 4 Prozent des Sylimarin. Natürlich kann man in der ganzen Pflanze den Wirkstoff finden, doch der ist in den anderen Teilen nicht so potent vertreten.

 

Welche Wirkung hat die Mariendistel auf unseren Körper?

Die Wirkung der Mariendistel ist auf unseren Körper einzigartig und beinhaltet einige Effekte auf den menschlichen Körper:

 

-Blutdrucksenkend

-Kann das Herz-Kreislauf-System schützen

-Entzündungshemmend

-Der Cholesterinspiegel wird besser reguliert

-Kann das Tumorwachstum bei einigen Krebsarten hemmen

-Schützt uns vor freien Radikalen

-Kann unsere Leber vor Giften schützen, Beispiel wären Pilze die Giftig sind

 

Mariendistel ist gut für die Leber

Sehr gerne wird die Mariendistel für viele Lebererkrankungen oder Probleme genommen, weil sie hier vor allem ihre Vorteile gezeigt hat.

 

-Leberzirrhose

-Nicht-alkoholbedingte Fettleber

-Hepatitis B

-Leberschäden bei Alkoholmissbrauch

 

Mariendistel als Helfer der Galle

Die Leber braucht die Galle, denn nur dort kann die Gallenflüssigkeit produziert werden. Die Flüssigkeit der Galle unterstützt die Verdauung und entfernt einige Abfallprodukte aus unserem Körper. Die Galle muss gesund bleiben und auch die Flüssigkeit muss einen ungehinderten Fluss haben, einige Menschen bekommen Gallensteine und die Galle wird entfernt. Doch schaut man sich die Aufgaben an weiß man, dass dies nicht der richtige Weg ist. Es gibt Heilpflanzen, die gallentreibend wirken und die Arbeit der Galle unterstützen können. Hier ist eine kleine Liste:

 

-Mariendistel

-Kurkuma

-Knoblauch

-Artischocke

-Löwenzahn

 

Die Nummer eins der besten Heilpflanzen für die Galle ist die Mariendistel, denn das Silymarin bewirkt die Produktion von Gallensäure in der Leber.

 

Mariendistel für die Nieren

Natürlich wirkt so eine Heilpflanze nicht nur bei einem Organ, denn auch die Nieren können von den positiven Effekten profitieren. Der Hauptwirkstoff Silymarin hilft bei der Regeneration der Nierenzellen. Einige Wissenschaftler sind der Meinung, dass Silymarin die Zellreplikation um satte 30 % erhöhen kann.

 

Mariendistel kann bei einem hohen Cholesterinspiegel helfen

Ein zu hoher Cholesterinspiegel kann für die Gesundheit schädlich sein. Er ist heute der größte Faktor, wenn es um Herzinfarkt oder Schlaganfälle geht. Bei einer Studie aus dem Jahr 2006 konnte gezeigt werden, dass Mariendistel einen sehr guten Einfluss auf den Cholesterinspiegel hat. Dieser wurde in dieser Studie dadurch gesenkt. Bei der Placebo-Gruppe gab es nicht so einen Erfolg. Doch was macht der Hauptwirkstoff Silymarin:

 

-Silymarin reduziert die Konzentration des schlechten LDL Cholesterins.

-Das Risiko eine Fettleber zu bekommen wird gesenkt und der oxidative Stress im Blutkreislauf sinkt.

-Nach der Einnahme konnte eine Erhöhung des guten HDL-Cholesterins nachgewiesen werden.

 

Mariendistel in verschiedenen Formen erhältlich

Mariendistel kann man heute in verschiedenen Formen kaufen, das macht das Anwenden natürlich einfach. Doch die Wirkung ist sehr unterschiedlich und sollte mir Köpfchen gewählt werden. Meiner Meinung nach ist die beste Form, diese Pflanze als Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen. Denn in den Kapseln ist das Extrakt sehr hoch konzentriert, so bekommt man bis zu 80 % des Silymarin. Das ist sehr viel und die Wirksamkeit kann garantiert werden. Eine andere Form wäre ein Mariendistel Öl, dieses hat eine sehr gute Wirkung bei Hauptproblemen wie Akne oder Ekzeme.

 

Welche Dosis ist die beste?

Es gibt nicht die perfekte Dosierung bei dieser Heilpflanze. Möchte man diese Pflanze nutzen, so sollte man seinen Heilpraktiker oder Arzt fragen welche Dosis die beste für einen wäre. Vor allem, wenn man andere Medikamente nimmt, sollte man vorsichtig sein, aber dazu mehr weiter unten. Menschen, die eine Leberzirrhose durch verschiedenen Erkrankungen haben sollte eine Dosis von bis zu 420 mg Silymarin pro Tag einnehmen. Sollte der Mensch Alkohol konsumieren, sollte auf das verzichtet werden, weil dann eine Wirkung nicht garantiert werden kann. Sollte man gesund sein, reicht eine tägliche Dosis von 200 mg Silymarin pro Tag. Frauen, die schwanger sind, stillende Mütter und Kinder sollten auf Mariendistel verzichten.

 

Hat Mariendistel Wechselwirkungen?

Kurz und knapp gesagt, ja. Silymarin kann bestimme Abläufe im Körper beeinflussen und das könnte Auswirkungen auf andere Arzneimittel haben. Deshalb sollte man auf die Einnahme verzichten, wenn man folgende Medikamente einnimmt:

 

-Diabetes-Medikamente

-Cholesterinsenker

-Alkohol

-Penicillin

-Blut- und Milchproduktionsveränderte Mittel

-Entzündungshemmer

-Östrogene

 

Möchte man Silymarin trotzdem einnehmen, so sollte immer eine fachkundige Person wie der Arzt oder Apotheker gefragt werden.

 

Hat Mariendistel Nebenwirkungen?

Der Hauptwirkstoff Silymarin wird von den meisten Menschen sehr gut angenommen und es wird selten etwas von Nebenwirkungen geschrieben. Doch Menschen, die auf Korbblütler allergisch reagieren sollten vorsichtig sein. Die meisten Nebenwirkungen zeigen sich vor allem, wenn der Konsument eine Überdosis eingenommen hat, dann können sich folgende Nebenwirkungen zeigen:

 

-Kopfschmerzen

-Übelkeit

-Magenkrämpfe

-Durchfall

-Bauchschmerzen

-Blähungen

 

Nimmt man ein paar Tage das Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr, so gehen die Nebenwirkungen auch schnell wieder zurück und es kommt zu keinen Schäden.

 

Quelle: Wikipedia