Abführmittel sind dafür da um den Stuhl sehr schnell aus dem Darm zu bekommen. Man sollte nur natürliche benutzen. Man darf sie nicht zu oft benutzen, denn sonst könnte sich unser Darm daran gewöhnen und sie könnten ihre Wirkung verlieren.

Abführmittel – Welche sind natürlich?

Es gibt einige Abführmittel. Viele werden als pflanzlich bezeichnet, doch meist sind sie es nicht oder nur zum kleinen Teil. Als natürliches Abführmittel kann man Magnesium verwenden. Magnesium funktioniert sehr gut als Abführmittel und hat so gut wie keine Nebenwirkungen.

Eine Warnung vorab nicht jedes Abführmittel ist harmlos, auch wenn es natürlich sein sollte. Ein Beispiel wären Sennesblätter, sie sind zwar nicht giftig, aber können zu Nebenwirkungen wie Darmschleimhautreizungen führen oder den Elektrolythaushalt durcheinanderbringen.

Aus diesem Grund sollte man seinen Körper nicht länger als eine Woche damit behandeln, damit die oben genannten Dinge nicht passieren.

Diese 15 natürliche Abführmittel gibt es

Es gibt sicherlich noch mehr als diese 14 Abführmittel, doch dann würde die Liste einfach zu groß werden. Wir konzentrieren uns einfach auf folgende:

1. Xylit

Xylit (Xylitol) kennen mittlerweile sehr viele Menschen. Es ist auch bekannt unter der E-Nummer 967 und ist ein Zuckeraustauschstoff. Konsumiert man zu viel davon dann hat dieser Zuckeraustauschstoff eine abführende Wirkung. Doch leider kann das auch in Blähungen ausarten.

Will man eine abführende Wirkung damit erzielen, muss man pro Kilogramm Körpergewicht mehr als 0,5 g davon zu sich nehmen. Xylit sollte man niemals Hunden geben, denn er wirkt bei diesen Tieren toxisch.

2. Salzwasser

Diese Methode ist am einfachsten und gilt als altes Hausmittel gegen Verstopfungen. Man kann die Wirkung mit Bitter- oder Glaubersalz vergleichen. Dieses zieht Wasser in den Darm. Menschen, die Salz meiden, sollten dieses Abführmittel nicht anwenden.

Salzwasser habe ich zum Entgiften des Darms am Morgen verwendet, dadurch hat sich mein Stuhl innerhalb einiger Minuten verabschiedet. Dazu nehmen wir 2 TL Salz in einem Liter lauwarmen Wasser und trinken diese Mischung so rasch wie möglich.

3. Rhabarberwurzel

In China wird die Rhabarberwurzel schon sehr lange als Abführmittel benutzt, doch nicht jeder Rhabarber ist als Abführmittel geeignet. Nur der handlappige Rhabarber oder auch der chinesische Rhabarber genannt eignen sich dazu. Manchmal wird er auch als Medizinalrhabarber deklariert.

Um diese Pflanze zum Abführen benutzen zu können muss man 1 bis 2 g der pulverisierten Wurzel mit 150 ml heißem Wasser aufgießen und nach 5 Minuten den unnötigen Rest abseihen. Den Tee einfach vor dem Schlafen gehen trinken. Diesen Tee sollte man aber nicht länger als 1 Woche zu sich nehmen, da das zu einer Darmträgheit führen kann und der Darm dadurch abhängig wird.

Frauen, die schwanger sind oder stillen sollten die Rhabarberwurzel nicht einnehmen. Achtung, es können auch Nebenwirkungen wie Durchfall und Unterleibskrämpfe auftreten.

4. Sennesblätter

Die Wirkstoffe, die in den Sennesblättern (Anthrachinon Glykosiden) enthalten sind, wirken im Darm auf 3 verschiedenen Weisen:

  1. Die Resorption von Wasser wird verhindert und so bleibt der Stuhlgang flüssig.
  2. Die Darmwand wird durch die Anthrachinon Glykoside gereizt und so wird der Stuhlgang schneller weitertransportiert.
  3. Die Flüssigkeit und Elektrolyte werden aus der Darmschleimhaut in den Dickdarm geleitet.

Nicht nur die Sennesblätter wirken abführend. Auch die Früchte kann man dafür nehmen. Hier sollte man diese Methode niemals länger als 2 Wochen anwenden, nur gelegentlich, wenn Verstopfungen auftreten.

Eine Zubereitung kann folgendermaßen aussehen:

Ein halber Teelöffel getrocknete Sennesblätter mit heißem Wasser übergießen und 15 Minuten stehen lassen. Das Pflanzenmaterial seiht man ab und trinkt das Ganze schluckweise. Die Wirkung tritt nach ca. 10 Stunden auf.

Kleine Kinder, Schwangere und Stillende sollten dies nicht nehmen.

5. Magnesiumcitrat

Diese Magnesiumform wird gerne als Nahrungsergänzungsmittel genommen, nebenbei wird Wasser aus der Darmwand gezogen und dadurch wird der Stuhlgang größer. Jeder Mensch braucht für eine abführende Wirkung eine ganz andere Dosis, aber meist genügen schon 200 mg Magnesium am Abend zu nehmen und am nächsten Morgen ist der Stuhlgang wieder normal. Man sollte aber hier nicht übertreiben denn eine Dosis von 800 mg kann zu Durchfall, Magenkrämpfen, Übelkeit und Elektrolytstörungen führen.

6. Haferkleie

Haferkleie sind Randschichten des Haferkorns und liefern sehr gute Ballaststoffe. 5 g Haferkleie pro Tag kann den Stuhlgang geschmeidiger machen. Die Kleie ist kein schnelles Abführmittel, es dient eher der langsamen Regulierung der Verdauung und so auch des Stuhlgangs.

7. Flohsamenschalen

Flohsamenschalen sind in Pulverform sehr gut, da sie einen Schleim entwickeln und so deutlich wirksamer auf den Darm wirken. Bei der Einnahme empfiehlt sich ein halber Teelöffel des Pulvers in ein Glas Wasser zugeben und dann sofort zu trinken. Bei fehlender Wirkung sollte man langsam die Dosis erhöhen.

Anmerkung: Den ganzen Tag sollte man genug Wasser trinken, denn es kann zu einer Verstopfung führen.

8. Leinsamen & Chiasamen

So wie die Flohsamen nehmen auch diese Samen sehr viel Wasser auf und wirken heilsam auf den Darm, denn die Gleitfähigkeit des Stuhls wird erhöht. Hier sollte man wie folgt bei der Einnahme vorgehen: 1 TL der Samen morgens auf leeren Magen einnehmen und zwei große Gläser insgesamt 500 ml Flüssigkeit am besten Wasser schnell hinterher trinken. Nach 24 Stunden sollte sich eine Wirkung zeigen.

9. Sauerkrautsaft

Dieser Saft hat nicht nur eine abführende Wirkung, sondern ist auch gesund für den Darm. Man sollte aber klein anfangen und sich an die richtige Dosis herantasten. Am Anfang reichen dazu 100 ml Sauerkrautsaft aus, sollte eine Wirkung ausbleiben so kann man ein weiteres Glas trinken.

10. Eingeweichte Pflaumen

Pflaumen aus dem Dörrautomaten sind ein sehr simples Abführmittel, dazu weicht man sie für einige Stunden in Wasser ein. Morgens kann man 3 – 6 Stück essen, das Wasser, in dem die Pflaumen eingeweicht waren, kann man auch trinken. Pflaumen haben sehr viele Ballaststoffe und Sorbit, dieser Zucker besitzt eine abführende Wirkung.

11. Rizinusöl

Dieses Öl stimuliert den Darm, damit die Darmbewegung zunimmt, doch zu lange sollte man dieses auch nicht verwenden. Für Schwangere solltet dieses Öl tabu sein denn dieses kann bei hohen Dosen Wehen auslösen. Es wird gerne in Wehen fördernden Cocktails angewendet. Natürlich gibt es auch hier Nebenwirkungen, Durchfall, Störungen des Elektrolythaushaltes und niedriger Blutdruck kann die Folge sein. Eine zu lange Anwendung kann zu einer Abhängigkeit führen, also nicht zu oft Anwenden.

12. Olivenöl und Leinöl

Diese beiden Öle sind ein sehr gutes Gleit- und Weichmittel für den Darm. Um diese Wirkung zu erreichen, reicht 1 – 2 EL morgens auf leeren Magen zu nehmen. Kommt keine Wirkung zustande, kann man es mit anderen natürlichen Abführmittel zusammen kombinieren.

Aufpassen muss man nur wegen der Kalorien, diese beiden Öle enthalten sehr viele Kalorien, wenn man zu viel davon nimmt.

13. Bittersalz auch Epson Salz

Bittersalz ist eine andere Bezeichnung für Magnesiumsulfat, die Wirkung ist genau dieselbe wie die des Glaubersalzes. Auf jeder Packung des Präparates ist die Empfehlung angegeben, an diese sollte man sich halten, doch sollte man immer mit kleinen Mengen starten.

Zu viel führt zu Magenschmerzen und Durchfällen, bei Nierenproblemen sollte von diesem Abführmittel abgesehen werden, da es die Nierenarbeit eingeschränkt.

14. Glaubersalz

Dieses ist ein Salz und heißt Natriumsulfat, dieses hat eine abführende Wirkung. Der Stuhl bleibt flüssig und wird schneller ausgeschieden. Glaubersalz wird beim Fasten benutzt um eine Darmreinigung machen zu können.

15. Einlauf

Diese Methode ist wirklich die einzige, die sofort wirkt, das habe ich selbst spüren dürfen als ich einen Einlauf gemacht habe. Anleitungen gibt es im Internet sehr viele, welche am besten ist muss man für sich selbst herausfinden. Bei einem Einlauf muss man sich nicht viel Kopf machen und es gibt keinerlei Nebenwirkungen. Man sollte sich dafür aber etwas Zeit nehmen und vielleicht nicht kurz darauf das Haus verlassen oder Termine wahrnehmen.

Welches ist das beste Abführmittel?

Es gibt eigentlich kein top Abführmittel, jede Person ist anders und deshalb wirken verschiedene natürlichen Abführmittel auf diese unterschiedlich. Aus diesem Grund kann ich nicht sagen, dass nur das eine gut ist und deshalb habe ich hier einige aufgezählt.

So, ich hoffe ich konnte dir bei diesem Thema etwas helfen. Was denkst du darüber? Schreib doch bitte ein Kommentar, damit ich deine Meinung zu diesem Thema hören kann.

Quelle: Natriumsulfat