Fibromyalgie – Ist diese Erkrankung heilbar? Was kann man machen?

FibromyalgieFibromyalgie kann sich mit vielen unterschiedlichen Symptomen zeigen. Für die Erkrankten ist es manchmal schwer zu erkennen, welches Diagnose dahinterstecken könnte. Eines ist aber klar, der betroffene Patient hat immer wieder Schmerzen, doch dies kommt nicht allein. Durch die Schmerzen kann der Betroffene nicht schlafen und hat Verdauungsbeschwerden. Eine schulmedizinische Therapie gibt es nicht wirklich, die Erkrankten bekommen meist Schmerzmittel und Antidepressiva.


Fibromyalgie ist nichts Neues

Diese Erkrankung mit ihren Symptomen ist nichts Neues, schon im 19. Jahrhundert wurde von dieser Krankheit berichtet. Auch hier traten Schmerzen und Erschöpfung auf, man nannte sie damals Neurasthenie der nervösen Erschöpfung.

Diese Krankheit wechselte ständig ihren Namen, doch am Ende bekam sie den Namen Fibromyalgie oder einfacher für normal Bürger Schmerzkrankheit. Im 19. Jahrhundert trat die Krankheit sehr selten auf, nur fast 1 Prozent der Bevölkerung litten an dieser Krankheit. Jetzt sind wir schon bei geschätzten 4 Prozent.

Die größte Gruppe, die daran leidet, sind die Frauen. Es kann aber auch Kinder und Männer treffen. Diese Krankheit ist nicht leicht zu erkennen und deshalb kriegen Männer als Diagnose meistens zum Beispiel eine Depression gestellt.


Welche Symptome können sich bei Fibromyalgie zeigen?

Fibromyalgie ist nur ein Syndrom und hier können sich verschiedene Symptome zeigen auch in Kombinationen:


Schmerzen
Das ist das Symptom, was auf der ersten Stelle steht. Die Schmerzen können überall auftreten und die betroffene Person kann sie nicht lokalisieren und dem Arzt den Ausgangspunkt zu zeigen. Dieser Schmerz kann über Tage, Wochen und Monate anhalten und die Schmerzstelle kann sich einfach verändern.


Empfindlich gegenüber Kälte und Wärme
Fibromyalgie-Patienten vertragen Kälte überhaupt nicht und sie frieren auch oft einfach ohne Grund. Andere Menschen können auch niedrigere Temperaturen als angenehm empfinden. Wärme ist aber auch nicht angenehm, denn sie haben unangenehme Hitzewallungen und Schweißausbrüche.


Überhöhte Reizempfindlichkeit
Es kann sein, dass man dieses Symptom auch bekommen kann, hier kann alles stören. Nervt die Baustelle nebenan oder der Partner so kann das von einer überhöhten Reizempfindlichkeit kommen. Auch Licht kann störend sein oder auch nur irgendwelche Gerüche, die vielleicht nur der Betroffene wahrnimmt.


Darmprobleme und Schlafstörungen
Mit dem Schlafen allgemein hat der Betroffene keine Probleme aber mit dem Durschlafen, nach ein paar Stunden ist der Schlaf vorbei und man kann nicht mehr einschlafen. Am Morgen ist man nicht mehr so leistungsfähig. Doch auch der Darm kann Probleme machen, oft bekommen Fibromyalgie-Patienten die Diagnose Reizdarm oder Reizmagen gestellt. Hier treten verschiedene Symptome auf: Durchfall, Verstopfungen, Sodbrennen und Bauchkrämpfe.


Depressionen und Angstzustände
Bei einer Fibromyalgie können auch Angstzustände und Depressionen sehr häufig auftreten.


Diese Symptome sind Hauptsymptome, aber es gibt noch einige mehr die alleine oder zusammen auftreten:


Kopfschmerzen

Kribbeln in den Gliedern

Trockene Schleimhäute

Trockene Augen

Vergesslichkeit

Schwellungen durch Wassereinlagerungen

Neurodermitis

Schuppenflechte


Fibromyalgie – Eine Diagnose ist sehr schwer

Der Arzt hat Probleme eine richtige Diagnose zu stellen. Man kann alles versuchen, egal ob MRT, CT, Endoskopie, Bluttest oder Röntgenuntersuchung. Daher muss der Arzt immer davon ausgehen, dass man ein Fibromyalgie-Patient ist, wenn Folgendes gegeben ist:

Wenn sich im gesamten Körper Schmerzen zeigen, wenn man keine Lust auf das Leben hat, weil man müde ist und andere Beschwerden dazu kommen dann liegt eine Fibromyalgie vor.

Man kann natürlich alle Untersuchungen machen, welche der Arzt anordnet. Doch wird er nicht alle anordnen, denn das ist mit hohen Kosten verbunden, die die Krankenkasse nicht zahlt. In manchen Fällen sind diese Tests aber angebracht, da die Fibromyalgie Erkrankung auf Dauer unbehandelt nicht gerade gesund ist.

Folgende Werte sollte man sich genauer anschauen:


Hyaluronsäure
Dieser kann bei kranken Menschen 8-mal so hoch sein als bei gesunden.
Diesen kann man mit hohen Vitamin C Dosen wieder senken, das sollte aber mit einem Arzt oder Heilpraktiker besprochen werden.


Hormonspiegel
Ein Hormonspiegeltest kann ein Ungleichgewicht zeigen, natürlich können auch die Schilddrüsenwerte einiges zeigen und der Cortisol Wert sollte überprüft werden.


Vitalstoffe
Vitalstoffe sind bei dieser Krankheit sehr wichtig, Vitamin D kann die Schmerzen verringern. Aber auch Magnesium, Omega-3-Fettsäuren sollten genommen werden. Viele Mängel kann man durch einen Test herausfinden.


Antioxidantien
Der Körper hat fast gar keine oder kaum Antioxidantien zur Verfügung, es kann ein Mangel herrschen. OPC, Astaxanthin, Safran, Vitamin C und andere Antioxidantien sollte eingenommen werden.


Borreliose & Epstein-Barr-Virus
Diese beiden Krankheiten können sich heimlich entwickeln und können Symptome auslösen, die einer Fibromyalgie ähnlich sein können.


Schwermetallbelastung
Schwermetall oder andere Toxine können unsere Nerven schädigen und dadurch Fibromyalgie-Symptome auslösen. Mit einem DMPS Test kann man eine Überlastung überprüfen lassen.


Lebensmittelunverträglichkeiten
Es können Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Lactoseintoleranz, Histaminintoleranz, Glutenintoleranz oder Fructoseintoleranz) vorliegen, hier sollte man die Lebensmittel meiden oder ganz von seinem Teller streichen.


Darmflora
Die Darmflora ist gestört und hier sollte man einen Test durchführen lassen. Hier kann sich eine Candida Belastung zeigen, das kann zu Reizdarm bis zu Depressionen führen.


Histamin
Dieser Wert ist häufig zu hoch und man sollte Maßnahmen ergreifen und diesen wieder zu senken.


Serotonin
Bei einer Fibromyalgie ist dieser Wert viel zu niedrig und man sollte ihn erhöhen. Man sollte die Darmflora aufbauen, richtige Fette essen, Rhodiola Rose oder Safran einnehmen.


Fibromyalgie: Wird es schon als Baby aktiviert?

Wir haben ein Anti-Stress-Gen in uns, das wird schon in der Mutter programmiert. Kriegt das Kind mit das es umsorgt wird, so ist das Kind auch entspannter. Als Vater kann ich aus Erfahrung sprechen. Das eine Kind ist ruhiger das andere nicht. Die Mutter programmiert das Baby schon im Mutterleib, welche Situation draußen herrscht. Hier ein Beispiel:

Streitet die Mutter sich mit ihrem Partner, so wird das Kind auf Kampf programmiert und dieses Kind ist nach der Geburt immer auf Stress programmiert.

Anders sieht es aus, wenn die Mutter Ruhe bekommt, hier ist das Kind glücklicher und ruhiger.

Aber es gibt noch einen anderen Faktor, der Stress für das Baby sein kann. Babys sollten auf gar keinen Fall alleine sein. Sie brauchen die Nähe von Mama und Papa und auf gar keinen Fall sollte man sein Kind schreien lassen. Das sind alles Faktoren, die Stress verursachen und später zu Fibromyalgie führen können.


Bei Fibromyalgie sollte man ganzheitlich denken

Eine Behandlung von Fibromyalgie sollte auf viele verschiedene Ziele ausgelegt sein:


Das Nervensystem muss wieder beruhigt werden

Die Schmerzschwelle senken und Schmerzen mindern


Bedenken sollte man aber immer, dass es nicht von heute auf morgen funktionieren kann. Als Erstes muss man versuchen die Symptome zu lindern. Wenn wir bedenken, dass Fibromyalgie nur ein Oberbegriff ist und dieses sich in verschiedenen Symptomen zeigt, dann muss man eigentlich alle als eigenständige Krankheiten sehen. Man muss sie gezielt anschauen und behandeln.

Folgendes müssen wir machen:


Den Körper stärken

Die einzelnen Krankheiten lindern


Um diese Ziele zu erreichen, müssen wir unseren Körper mit Nährstoffen versorgen, die er einfach braucht. Dazu sind 6 Schritte nötig.


1. Vitamin D

Dieses Vitamin (Hormon) ist extrem wichtig und viele Menschen haben hier einen sehr großen Mangel. Diesen Mangel sollte man sehr schnell beheben, durch diesen Vitamin D Mangel (Hormon) können erst viele Beschwerden oder Krankheiten überhaupt entstehen.

Vor Kurzem habe ich auch auf meinem Blog Folgendes veröffentlicht:

Vitamin D gegen Fibromyalgie Schmerzen – Es kann sie lindern


2. Magnesium

Magnesium besetzt auch die Top Plätze der wichtigsten Mineralstoffe, dieses ist natürlich bei Fibromyalgie auch sehr wichtig. Viele Betroffene haben hier auch einen Mangel, es kann Depressionen lösen und Schmerzen lindern.

Dazu habe ich vor einer Weile auch einen Beitrag veröffentlicht:

Welche sind die besten Magnesiumpräparate, die es auf dem Markt gibt?


3. Sango Koralle

Warum gebe ich hier ein Nahrungsergänzungsmittel ein? Dieses enthält sehr viele Vitalstoffe wie Calcium, Magnesium, Eisen, Zink, Mangan usw. Hier haben die Betroffenen auch einen Mangel. Unsere Nahrung ist leider sehr nährstoffarm, das habe ich in einem anderen Beitrag schon beschrieben:

Codex Alimentarius und warum Nahrungsergänzungsmittel wichtig sind

Die Sango Koralle ist eine Vitalstoff Bombe. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, dann kannst du das in diesem Beitrag gerne nachlesen:

Sango Koralle – Okinawas Geheimnis für ein langes leben


4. B-Vitamine

Alle B-Vitamine sollten bei den Betroffenen mit Aufmerksamkeit betrachtet werden, vor allem aber Vitamin B12. Denn dieses ist dafür zuständig, dass unsere Nerven gut funktionieren können. Herrscht ein Mangel, so kann es häufig schneller zu Stress führen, das kann sich bis hin zu Depressionen entwickeln.

Man sollte sich hier ein gutes Vitamin B12 Präparat kaufen. Ein Vitamin B12 Mangel können Allesesser und Veganer bekommen.


5. Glutamat und Apartem meiden

Diese zwei Zusatzstoffe finden wir in unserem Essen, doch das ist für Patienten mit dieser Erkrankung nicht gerade harmlos. In verschiedenen Untersuchungen zeigte sich, dass Glutamate nicht nur den Geschmack verbessern können, sie könnten sogar Symptome einer Fibromyalgie verstärken.

Sehr oft wird Glutamat in verschiedenen Fertiggerichten und Chips verarbeitet. Zu finden ist dieses meistens unter einer E-Nummer zum Beispiel 621. Diese Nummer steht für Mononatriumglutamat. Gerne wird dieser Stoff in gesunden Lebensmitteln versteckt zum Beispiel pflanzlichen Brotaufstrichen.


6.
Desensibilisierungstraining

Wie wir oben schon gesehen haben, reagieren diese Menschen sehr sensibel auf Stress, Wärme oder Kälte. Doch das kann man trainieren, am einfachsten durch Desensibilisierungstraining.

Wer kein Stress mag und darauf sehr empfindlich reagiert, flüchtet nicht selten irgendwohin, um alleine zu sein. Mag der Gestresste keine laute Musik, so sollte er das mit schöner Musik wie von Mozart trainieren. Man sollte sich täglich mit den ungeliebten Geräuschen konfrontieren, so kann man die Reiztoleranz trainieren.

Wer keine Kälte oder Wärme liebt, sollte in die Sauna gehen und sich dann langsam kalt abduschen. Wechselduschen kann man hier auch trainieren.


So, ich hoffe ich konnte dir bei diesem Thema etwas helfen. Was denkst du darüber? Schreib doch bitte ein Kommentar, damit ich deine Meinung zu diesem Thema hören kann.

Quelle: Fibromyalgie – Die Lösung des Schmerzproblems: Wege zu Hilfe, Selbsthilfe und
Heilung Gebundenes Buch – 21. Dezember 2017

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