Zimt schmeckt süß, doch auch etwas herb und würzig. Dieses Aroma schätzen wir vor allem in der Weihnachtszeit. Im Altertum schätzte man Zimt nicht nur als Gewürz, seine heilenden Wirkungen wurden damals sehr geschätzt. In diesem Beitrag möchte ich zeigen, ob Zimt ein Fluch oder Segen ist für unsere Gesundheit darstellt. Welche Vorteile hat es und ob es auch unerwünschte Wirkungen auf unseren Organismus haben kann.

Zimt – Damals ein Machtsymbol – Jetzt ein Massengewürz

Zimt finden wir heute in verschiedenen Süßspeisen (Zimtsterne, Dominosteine und Spekulatius) wieder. Damals war Zimt sehr teuer und so symbolisierte sie Macht, weil es sich nur die Reichen leisten konnten.

450 v. Chr. glaubte man, dass Zimt auf dem Grund von Seen wachsen würde. Die Araber erzählten Geschichten, dass es spezielle Zimtvögel gäbe.

Zimt ist nicht gleich Zimt

Der Zimt in unseren Süßspeisen, die wir so kaufen ist nichts anderes als eine Baumrinde. Es gibt genau zwei Arten von Zimt:

  • Ceylon Zimt, dieser stammt aus Sri Lanka. Dieser Zimt ist duftiger und süßer.
    Die Gewinnung dieses Zimts ist etwas schwieriger.
  • Cassia Zimt, dieser kommt aus China, Vietnam, Indonesien oder Sumatra. Dieser Zimt ist kräftig und scharf.

Zimt kann den Blutzuckerspiegel regulieren

Die Entdeckung dieser Eigenschaft war eigentlich ein Zufall. Einige Wissenschaftler wollten wissen, welche Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel einen positiven Effekt haben können.

Natürlich war ihnen klar das solche Lebensmittel wie Cola oder Apfelstrudel einen sehr schlechten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben können. Doch hatte der Apfelstrudel Zimt als Zutat, explodierte der Blutzuckerspiegel nicht so stark.

Deshalb schauten sich die Wissenschaftler den Zimt mal genauer an und so konnte man Folgendes darüber erfahren:

  • 60 Probanden hatten schon seit einigen Jahren Diabetes Typ 2, sie nahmen Medikamente, mussten sich aber noch kein Insulin spritzen.

Diese 60 Probanden wurden dann in 6 Gruppen aufgeteilt:

  • Gruppe 1 bekam jeden Tag 2 x 500 mg Kapseln mit Zimt
  • Gruppe 2 bekam jeden Tag 6 x 500 mg Kapseln mit Zimt
  • Gruppe 3 bekam jeden Tag 12 x 500 mg Kapseln mit Zimt
  • Gruppe 4,5 und 6 waren die Placebogruppe
  • Die Kapseln wurden nach jeder Mahlzeit eingenommen
  • Die Probanden aßen ganz normal wie immer

Ergebnis:

Innerhalb von 20 Tagen hatte die 3. Gruppe einen besseren Blutzuckerspiegel, bei Gruppe 1 und 2 stellte sich dieser erst nach 40 Tagen ein.

Das heißt ganz einfach, dass man weniger Zimt zu sich nehmen kann, doch man muss ein bisschen länger warten, bis sich der Blutzuckerspiegel verbessert hat.

Doch die ganze Untersuchung zeigte noch mehr, denn nicht nur der Blutzuckerspiegel sank, sondern auch gleichzeitig der LDL Cholesterin Wert (um bis zu 24 Prozent).

Zimt kann bei Abnehmen helfen

Übergewicht, damit haben einige zu kämpfen. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel führt dazu, dass die Fettzellen ganz einfach nicht abgebaut werden. Der Insulinspiegel zeigt den Fettzellen nämlich, dass zu viel Energie im Umlauf ist, dadurch sehen sie auch nicht ein das Fett abzubauen.

Insulin ist ein Hormon, was den Fettabbau hemmt, solange bis nicht mehr zu viel Insulin im Körper vorhanden ist. Hier ist es wichtig Maßnahmen zu treffen.

Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung wäre eine gesunde Ernährung in Kombination mit Zimt. Das kann den Insulinspiegel im Körper senken.

Wie viel Zimt man braucht, um den Insulinspiegel senken zu können, das zeigt eine Studie. Probanden wurden täglich 3 Gramm Zimt gegeben.

Zimt und Krebs

Zu diesem brisanten Thema gibt es zwei interessante Studien:

  • Eine indische Studie aus dem Jahr 2010, diese zeigte, welche positiven Wirkung Zimt auf Gebärmutterhalskrebszellen haben kann
  • Eine deutsche Studie aus dem Jahr 1990 zeigte ein Nager Experiment, das Zimt auf manche Prostatatumore hemmend wirken kann. Die gleiche Studie mit Tieren, die Lungenkrebs hatten zeigte, dass eine Dosis von 40 mg den Lungenkrebs um bis zu 50 Prozent reduzieren konnte.

Zimt – Kann er auch schaden?

Menschen, die empfindlich auf gewisse Stoffe reagieren, sollten hier auch vorsichtig sein. Vor allem in der Schwangerschaft sollte Zimt nicht genommen werden, weil das Öl Wehen auslösen kann.

So, ich hoffe ich konnte dir bei diesem Thema etwas helfen. Was denkst du darüber? Schreib doch bitte ein Kommentar, damit ich deine Meinung zu diesem Thema hören kann.

Quelle: Wikipedia ncbi.nlm.nih.gov ncbi.nlm.nih.gov ncbi.nlm.nih.gov