Selenmangel? Ein Grund für viele Beschwerden

SelenmangelSelen ist ein essenzielles Spurenelement, welches wir über unsere Nahrung zu uns nehmen müssen, denn unser Körper kann es nicht selbst herstellen.  Es ist ein wichtiger Bestandteil von Schutzenzymen, die unser Körper braucht, um zu entgiften. Es ist also ein Antioxidans und kann freie Radikale abwehren. Es kann sogar Schwermetalle an sich binden. Diese Funktionen schützen somit wunderbar unsere Zellen. Selen ähnelt auch der Funktion des Vitamin E und ist auch bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen beteiligt. 

 

Geschichte des Selens

Selen wurde wegen seines silbergrauen Glanzes nach der griechischen Mondgöttin Selene benannt. Es wurde 1818 durch den schwedischen Chemiker Berzelius entdeckt. Erst 1975 wurde es aber zum ersten Mal im menschlichen Körper gefunden. Unser Körper enthält ca. 10-15mg Selen. Man kann es zum größten Teil in der Leber, den Nieren, der Bauchspeicheldrüse, der Milz in unserem Gehirn, den Augen und dem Herzen finden. Auch unsere Muskeln enthalten Selen. Sogar 40% der gesamten Menge in unserem Körper.

 

Selenmangel aufgrund mineralstoffarmer Böden?

Wie oben schon erwähnt, kann der menschliche Körper das Selen nicht selbst herstellen. Pflanzen können das auch nicht und beziehen ihr Selen eigentlich durch die Wurzel aus der Erde in der sie wachsen. Leider ist es heutzutage so, dass viele Böden Selen arm sind, weil die einfach übersäuert und mit Schwermetallen und durch Düngemittel belastet sind. Also muss man davon ausgehen, dass wenn dem nicht künstlich nachgeholfen wird, die Pflanzen, welche dort wachsen auch kein Selen enthalten oder wenn dann nur geringe Mengen.

 

Wo kann man Selen finden und welche Tagesdosis wird empfohlen?

Es wird geschätzt, das wir ungefähr 0,8-1μg Selen pro Kilogramm Körpergewicht als tägliche Dosis benötigen.

Diese Tagesmenge von ca. 30-70μg für einen Erwachsenen ist zum Beispiel in folgenden Nahrungsmitteln enthalten:

-10 g Forelle

-35 g Hering

-45 g Thunfisch

-90 g Schweine- oder Hühnerleber

-100 g Hülsenfrüchten

-120 g Nüssen

-350 g Fleisch

Eine gute Selenquelle ist tierisches- oder pflanzliches Eiweiß. Wer sich vegan ernährt, muss dann natürlich auf die pflanzliche Variante zurückgreifen. Es gibt Nahrungsmittel, die besonders reich an Selen sind wie Innereien (das ist natürlich nicht jedermanns Sache), Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse sowie Steinpilze. Man sollte aufgrund des Selengehalts der Lebensmittel darauf achten, dass sie aus biologischer Landwirtschaft stammen, denn dort werden keine schwefelhaltigen Düngemittel eingesetzt.

Um die Bioverfügbarkeit zu verbessern, sollte man seine Nahrungsmittel richtig kombinieren. Bei Selen sollte man auf Vitamin A, E und C reichhaltige Lebensmittel zurückgreifen. So garantiert man eine optimale Aufnahme.

 

Was passiert jedoch, wenn wir einen Selenmangel haben?

Unser Körper ist von Natur aus sehr schlau konstruiert. Wenn jetzt ein Selenmangel vorliegt, wird das in unserem Körper gespeicherte Selen umverteilt. Was heißt das genau? Es bedeutet, dass natürlich die wichtigsten Bereiche und Organe, die für uns zum Überleben notwendig sind, das Selen bekommen. Es soll damit sichergestellt werden, das alle wichtigen Körperfunktionen noch funktionieren. Die wichtigsten Bereiche sind unter anderem die Schilddrüse, die Nebenschilddrüsen, die Bauchspeicheldrüse, die Fortpflanzungsorgane und das zentrale Nervensystem.

 

Selen zum Schutz unserer Zellen

Selen kann wie oben beschrieben durch seine antioxidative Wirkung unsere Zellen vor freien Radikalen schützen. Es kann sie auch vor Endartung schützen und somit vor Krebs. In der richtigen Dosierung ist Selen eine sehr gute Prävention gegen Krebs. Es gibt dazu zahlreiche Studien, die diese Wirkung eindeutig belegen können. Selen kann sich positiv auf die Entstehung von Prostata-, Lungen-, Speiseröhren-, Magen- und Darmkrebs auswirken. Bei Krebspatienten im Anfangsstadium wurde ein niedrigerer Selenspiegel als bei gesunden Personen festgestellt. Mit voranschreitender Krankheit sank auch ihr Selenspiegel. Man könnte also bei einer Krebserkrankung zu der normalen Therapie auch das Selen hochdosiert verabreichen. Man kann durch die Selengabe die Nebenwirkung der herkömmlichen Krebstherapie vermindern und den Allgemeinzustand verbessern. Durch die tolle Eigenschaft der antioxidativen Wirkung wird das Immunsystem entlastet und unterstützt. So hat der Organismus es leichter Schadstoffe und Krankheitserreger besser zu bekämpfen und auszuscheiden.

 

Selen wichtig für die Schilddrüse?

Wie ich schon beschrieben habe, braucht unsere Schilddrüse auch Selen. Es ist neben Jod ein überaus wichtiges Spurenelement für diese kleine schmettelingsförmige Drüse. Es steuert die Schilddrüsenhormone. Es aktiviert sie und deaktiviert sie. Es ist auch zuständig für die Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 (Thyroxin) in das aktive Hormon T3 (Trijodthyronin). Es kann auch bei Bedarf das aktive T3 in das inaktive Hormon T2 (Dijodthyronin) umwandeln. Wie wichtig Selen für die Schilddrüse ist, beweist schon der Fakt, dass es noch vor dem Gehirn im Falle eines Selenmangels mit Selen versorgt wird. Das Selen hat auch noch die Funktion unsere Schilddrüse vor Entzündungen zu schützen. In der heutigen Zeit häufen sich Schilddrüsenerkrankungen und Entzündungen sehr. Eventuell auch eine Ursache eines Selenmangels.

Jetzt kannst du sehen, wie wichtig ein gesunder Selenspiegel ist. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du dein Selen beim Arzt am besten im Vollblut nicht im Serum untersuchen lassen. Du musst schauen, ob der Arzt das machen möchte, denn er muss deine Blutprobe an ein bestimmtes Labor senden. Es gibt aber auch einen Test für zu Hause, den du selber machen kannst, wenn du dich nicht mit deinem Arzt schreiten oder darüber diskutieren möchtest. Eine Sache möchte ich dir aber noch ans Herz legen und zwar solltest du wissen, dass eine regelmäßige und dauerhafte Selengabe ab etwa 300μg bis 800μg pro Tag je nachdem, wie dein persönlicher Gesundheitszustand und deine Ernährung ist, eine toxische Wirkung erzeugen kann. Daher solltest du die Seleneinnahme natürlich mit Bedacht und nicht übertrieben einnehmen.

Falls dich das Thema Selen in Verbindung mit Jod und die Schilddrüse interessieren, habe ich hier noch einige Infos für dich zusammengetragen:

Jod Interview Kyra Hoffmann 

Jod Hauttest

So, ich hoffe ich konnte dir bei diesem Thema etwas helfen. Was denkst du darüber? Schreib doch bitte ein Kommentar, damit ich deine Meinung zu diesem Thema hören kann.

Quelle: gesundheit.de

Selen im britischem Essen

Nüsse gegen Selenmangel

Selen gegen  Schilddrüsen-Peroxidase-Antikörper-Konzentrationen bei
Patienten mit Autoimmun-Thyreoiditis.

Hashimoto-Thyreoiditis und die Rolle von Selen.

 

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