Weidenrinde – Die alternative zur Aspirin?

WeidenrindeDie Weidenrinde ist die bekannteste, wenn es um das Thema schmerzlindernd geht. Im 19. Jahrhundert wurde der Wirkstoff Salicin gefunden, der in der Weidenrinde zu finden ist. Dieser wurde auch sehr schnell synthetisch als Schmerzmittel entwickelt. Durch diese Entwicklung verlor die Weidenrinde an Bedeutung, obwohl sie ja dafür bekannt war das sie Fieber senken und rheumatisch Entzündungen hemmen konnte.


Informationen zur Weidenrinde

Es gibt ungefähr 500 Arten weltweit, die entweder strauchförmig oder wie ein Baum wachsen. Bei uns in Europa sind etwa 35 Arten zu finden.
Die Gattungen der Weide mag überwiegend feuchte Standorte. So kannst du sie überwiegend an Flussufern und auch in Auwäldern finden.

Die Blätter der Weide haben verschiedene Arten von Farben und es gibt verschiedene Formen.

Die Weidensorten blühen fast alle im Frühjahr. Es gib männliche und weibliche Weiden. Die männlichen Blüten sind Kätzchen förmig und an den weit herausragenden gelben Staubblättern erkennbar.
Die weiblichen Blüten sind ebenfalls Lätzchen förmig, haben aber eine grünliche Färbung.
Ein alter christlicher Brauch ist es die Palmkätzchen zu Ostern zu sammeln. Das ist aber verboten, warum? Diese Blüten sind sehr nektarreich und dienen den Bienen als sehr wichtige Futterquelle. Sie stehen deshalb unter Naturschutz.

Für den medizinischen gebraucht sind nur die Arten interessant, bei denen die Weidenrinde einen hohen Gehalt an Salicylaten aufweisen (darunter findet man auch Salicin).
Dazu gehören folgende Weidensorten:

Purpur-Weide
Reif-Weide
Bruch-Weide
Lorbeer-Weide
Kraut-Weide
Silberweide
Strumpfblättrige Weide

Diese Weidenarten werden arzneilich verwendet

 

Welche Heilkraft hat die Weidenrinde?

Ein junger Zweig der Weidenrinde hat einen hohen Anteil (bis zu elf Prozent)
an Salicylaten. Darunter sind unter anderem Salicin, Salicortin, Fragilin, Populin und Tremulacin zu finden.
Doch es gibt noch andere Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Gerbstoffe und Kafeesäurederivate.

Die Salicylate werden vom Körper zu Salicylsäure umgewandelt. Diese Säure kann ähnlich wie Acetylsalicysäure (ASS) wirken. Dieser ist ein synthetischer Arzneistoff, der auf Basis von Salicylate basiert.

Die Weidenrinde verdankt ihre Heilkraft der Salicylate, sie sind auch für die schmerzlindernde, fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung verantwortlich.
Die Weidenrinde kannst du zur Behandlung von:

Fieberhaften Erkrankungen

Rheumatischen Beschwerden oder schmerzhaften Beschwerden des Bewegungsapparates

Kopfschmerzen benutzen.

 

Wie kannst du auch in Genuss der Weidenrinde kommen, wie kannst du sie Anwenden?

Ich würde dir zu einem Tee raten, doch achte darauf das die Qualität stimmt, ich nehme meine Weidenrinde von einem Heilkräuterladen oder bestelle sie mir online. Dort kann ich mir sicher sein, dass die Weidenrinde frei von Schadstoffen ist.

Den Weidenrinden-Tee kannst du für die Behandlung von fieberhaften Erkältungskrankheiten, Kopfschmerzen sowie rheumatischen Beschwerden nehmen, die Weidenrinde hilft bei solchen Fällen sehr gut.
Bei Kopfschmerzen musst du aber beachten mehr davon zu nehmen, bzw. würde ich dir empfehlen dir mehrmals am Tag einen Tee zu machen.
Du brauchst bei Erkältungskrankheiten und bei Gelenkschmerzen 6 bis12 Gramm. Bei Kopfschmerzen werden 8 bis 15 Gramm empfohlen.

Wie du einen Tee zubereitest:

Für den Tee nimmst du einen Teelöffel Weidenrinde und übergießt sie mit kochendem Wasser. Nach 20 Minuten kannst du die Rinde entfernen.
Mehrmals am Tag heiß getrunken hilft dir dieser Tee bei den oben beschriebenen Problemen.

Du kannst den Tee natürlich auch mit anderen heilsamen Pflanzen vermischen, wenn du zum Beispiel Probleme mit einer Erkältung hast.
Wenn dein Kind diesen Tee nicht trinken möchte, weil dieser sehr bitter schmeckt, kannst du ihn mit Kamille, Mädesüß oder Linde geschmacklich verbessern.
Sollte er dir als Erwachsener nicht schmecken, was vielleicht so sein kann, kannst du ihn ebenfalls mit Lindenblüten, Holunderblüten oder Malvenblüten aufpeppen.

 

Die Weidenrinde in der Kosmetik

Die Kosmetikindustrie hat den Nutzen der Weidenrinde auch für sich entdeckt. Du kannst sie in einigen Shampoos finden. Sie findet dort ihre Verwendung um gegen Schuppen vorzugehen.

 

Hat die Weidenrinde Nebenwirkungen?

Es können einige kleine Nebenwirkungen auftreten.
Es wurde bei einigen Menschen beobachtete, dass sie nach der Einnahme von Weidenrinde Magenbeschwerden hatten.

Medikamente die Acetylsalicylsäure enthalten,  das ist die veränderte chemische Form der in der Weidenrinde enthaltenden Salicylsäure, kann als Nebenwirkung Blutungen im Magen- und Darmtrakt auslösen.
Bei der Weidenrinde ist das nicht der Fall!

Außerdem kann die Weidenrinde die Wirkung von Gerinnungshemmenden Arzneimitteln verstärken.
Solltest du solch ein Mittel nehmen, ist es besser einen Arzt zu konsultieren um solche Probleme auszuschließen.

 

Was du noch bei der Anwendung von Weidenrinde beachten solltest.

Solltest du auf einige chemische Schmerzmittel allergisch reagieren, könnte das an der überempfindlich auf die Salicylate liegen. Dann solltest du auf die Verwendung von Weidenrinde verzichten.

Weidenrinde sollte vor allem aber gemieden werden, wenn du Asthma, Magen-Darm-Geschwüre oder aber eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion hast. Wenn du das aber unbedingt nehmen möchtest würde ich das mit deinem Arzt besprechen, um zu hören wie seine Meinung dazu ist.

Solltest du eine werdende Mama sein, oder stillst du noch kann ich dir davon abraten, weil die Wirkstoffe die Plazenta durchdringen und in die Muttermilch übergehen.

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So, ich hoffe ich konnte dir bei diesem Thema etwas helfen. Was denkst du darüber? Schreib doch bitte ein Kommentar, damit ich deine Meinung zu diesem Thema hören kann.

Quelle: Wikipedia

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